Vereins-Chronik

1. Vereinsgründung und -entwicklung

Der Gartenbauverein Eichstätt wurde am 17. Januar 1972 in der Gaststätte „Zur Sonne“ in Eichstätt von fünfzehn Berufs- und Hobbygärtnern gegründet.

Seit 1966 bestand allerdings in Eichstätt schon eine Arbeitsgemeinschaft „Eichstätt soll schöner werden“ aus Gärtnern und Vorstandsmitgliedern des Verschönerungs- und Fremdenverkehrsvereins sowie des Haus- und Grundbesitzervereins mit dem Ziel, in Eichstätt und seinen Ortsteilen Blumenschmuckwettbewerbe durchzuführen.

Aus dieser Arbeitsgemeinschaft heraus entwickelte sich die Initiative zur Gründung eines Vereines für Gartenbau und Landschaftspflege, kurz: Gartenbauverein.

Die erste Vorstandschaft, die unter der Leitung von Kreisfachberater Konrad Bauer gewählt wurde, setzte sich wie folgt zusammen:

 

► Johannes Borrmann als 1. Vorsitzender

► Otto Stark als Stellvertreter

► Konrad Held als Schriftführer und für Öffentlichkeitsarbeit

► Horst Kaupa als Kassier

 

Ein attraktives Vereinsprogramm für 1972 und Werbeveranstaltungen im Schützenhaus (02.03.) in der Gaststätte Bayernschanz (08.03.) und im Gasthof Trompete (14.03.) führten zu einem regen Meinungsaustausch über fachliche Betreuung und praktische Unterweisungen durch Abhalten von Kursen. So konnte der noch junge Verein sehr rasch viele Hobbygärtner ansprechen und als Mitglieder gewinnen. Der Vereinsbeitrag betrug 5,00 DM.

Ein gut besuchter Faschingsball des Gartenbauvereins fand am 10. Februar 1973 im frühlingsmäßig dekorierten Saal des Gasthofs Krone erstmals statt. Besonders eine reichhaltige Blumen-Tombola erfreute sich regen Zuspruchs.

 

Auf der ersten Jahreshauptversammlung vom 14. März 1973 im Gasthof „Trompete“ wurde diese kommissarische Vorstandschaft unter der Leitung von Heinrich Hirte von den Mitgliedern bestätigt. Neu hinzugewählt wurde erstmals ein Beirat.

► Die 5 Beiräte waren: Aloisia Ziegelmeier, Gottfried Schwab (Rebdorf),

Adelheid Stuis, Franz Schorer und Johann Kundinger (Wasserzell).

Kreisvorsitzender Landrat Hans Pappenberger äußerte in seinem Grußwort seine Freude über die rege Tätigkeit des jungen Vereines und bat vor allem darum, „die Plätze der Stadt mit Blumen zu zieren“ und warb für die Aktion des Landesverbandes „Wir pflanzen den Baum für das Jahr 2000“.

Ein Film und ein Dia-Vortrag vom Blumenschmuckwettbewerb und vom Blumenball 1972 rundeten die zahlreich besuchte Mitgliederversammlung ab.

 

Eine weitere gesellschaftliche Veranstaltung, das Radifest, fand am Samstag, den 16. Juni 1973 im Biergarten des Stadtkellers Eichstätt statt. Hierzu waren alle Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins eingeladen. Für Unterhaltung von Groß und Klein sorgten Mitglieder aus dem Vorstand und Beirat. Ein Fest, das bis heute noch gefeiert wird, allerdings in etwas anderer Form und an anderem Ort.

 

Bei der Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen am Freitag, den 13. März 1981 im Gasthof Trompete, zog der scheidende Vorsitzende Johannes Borrmann eine beeindruckende Bilanz: Seit der Gründung 1972 wurden 29 Fachvorträge für Hobbygärtner, 7 Schnittkurse sowie sieben Steckkurse abgehalten. Zwei „Grundseminare für Gartenneulinge“ und vier Kurse mit Anregungen und praktischen Tipps im Hausgarten, je 10 Blumen- und 10 Faschingsbälle und acht Radifeste wurden seither organisiert und durchgeführt. Die zahlreichen Lehr- und Vereinsfahrten waren durchwegs immer ausgebucht, Pflanzaktionen trugen zur Verschönerung des Ortsbildes von Eichstätt bei. Der Jahresbeitrag lag bei 7,00- DM.

Neuer Vorsitzender wird der bisherige Kassier Horst Kaupa. Neben dem Beirat besteht bereits seit 1979 (Vorstandsbeschluss!) ein Arbeitskreis (AK), dessen eifrige und zuverlässige Mitglieder viele Aktivitäten des Vereins erst ermöglichten:

Blumenschmuckwettbewerbe, gesellschaftliche Veranstaltungen wie Blumenbälle, Faschingsbälle, Teilnahme am Altstadtfest, Radifeste, Mehrtagesausflüge und Fahrten zu Gartenschauen, Schnitt- und Steckkurse, Gartenkurse für Anfänger und vielfältige Pflanzaktionen.

So wurden Baum- und Strauchpflanzungen vorgenommen an Spielplätzen und auf Freiflächen von Kindergärten, auf öffentlichen Plätzen und Grünanlagen der Stadt.

Mehr als 300 Büsche und Bäume wurden im Laufe der Jahre gekauft und gepflanzt

Die Mitglieder profitierten nicht nur von fachlicher Beratung in Vorträgen, praktischen Vorführungen, Anleitungen und Einzelberatungen, sondern auch durch Häckselaktionen und Bodenuntersuchungen oder durch Vermittlung von preiswerten Holzkompostern.

 

In gemütlicher Runde feierte der Verein am 27. März 1982 mit einem Bockbierfest im Saal des Gasthofs Krone sein 10-jähriges Bestehen. Die Kapelle „Bavaria Buam“ und Konrad Held als „Schtodtgatna“ sorgten für gute Stimmung und Feierlaune.

Die Mitgliederzahl ist unterdessen bereits auf 385 angewachsen.

Höhepunkt bei der Jahresversammlung am 30. März 1984 war die Ehrung dreier lang-jähriger Mitglieder des Beirates: Karl Hauf, Fritz Jäger und Michael Schraufstetter. Alle drei wurden wegen ihrer Verdienste um den Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt.

In der Mitgliederversammlung am 18. Februar 1989 im Cafe Fuchs (Altbau) beschlossen die Mitglieder, die Anerkennung der Gemeinnützigkeit anzustreben. Dazu waren einige geringfügige Änderungen in der Satzung nötig, die einstimmig beschlossen wurden. Oberbürgermeister Ludwig Kärtner widmete dem Verein anerkennende Worte „für den Dienst an der Stadt, der häufig still geleistet wird.“ Formell aus dem Beirat ausgeschieden ist Aloisia Ziegelmeier, die seit der Gründung in der Vereinsleitung mitgearbeitet hatte. Der Vorsitzende dankte Frau Ziegelmeier für ihre treuen Dienste mit der Verleihung der Ehrenmedaille des Landesverbandes.

Nach dem Wegfall der Blumenbälle in den 90-Jahren bietet der Verein nun regelmäßig Mehrtagesfahrten an mit einem sehr ansprechenden Reiseprogramm. So führt die Reise 1991 in die Toskana (5 Tage) und 1992 zur Insel Sardinien zu einem „Jubiläumspreis“ zum 20-jährigen Bestehen von 510,00 DM.

Diese mehrtägigen Erlebnis- und Kulturreisen werden fester Bestandteil im Programm und werden auch heute noch gerne angenommen.

Ab 1992 werden auch regelmäßig Häckselaktionen durchgeführt, die der Verein in Absprache mit Landwirt Anton Schneider aus Großnottersdorf organisiert. Der Verein hat jetzt 400 Mitglieder.

 

Am 11. Oktober 1997 feierte der Verein sein 25-jähriges Vereinsjubiläum. Die Feier fand im festlich geschmückten Tagesheim des Schulzentrums Schottenau statt.

Neben vielen Grußworten, Ehrungen und dem Festvortrag (K. Held) durfte natürlich der Schtodtgatna mit seiner heiteren Bilanz nicht fehlen. Die Kapelle „Eichiner Buam“ umrahmte den Abend musikalisch. Landrat Dr. Xaver Bittl und Oberbürgermeister Arnulf Neumeyer würdigten die Arbeit des Vereines zur Verschönerung der Heimat. Kreisvorsitzender Alfred Rigler verlieh an Konrad Held und Horst Kaupa die Goldene Ehrennadel des Landesverbandes für deren langjährige Vorstandstätigkeit.

Die Ausstellung „Superlative und Kuriositäten aus dem Garten“ hatten die Mitglieder durch ihre derartigen Gartenprodukte zu einem „Hingucker“ gemacht: Schwergewichtige Kürbisse, Riesenrettiche, verwachsene gelbe Rüben und Kartoffeln sowie rekordverdächtige Krautköpfe und superlange Bohnen wurden dazu auch noch mit Preisen bedacht.

Am 10. August 1999 gibt der Gartenbauverein auf Anregung seines Schriftführers Konrad Held in einem Schreiben an die Stadt Eichstätt Anregungen zum Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan. Worum ging es?

Zunächst war es ein Vorstoß, eine neue Schrebergarten-Kolonie beim Mondscheinweg auszuweisen. „Das Gelände soll der gärtnerischen Nutzung dienen und es soll als Erholungsgebiet für Einwohner und Touristen werden“. Kaupa und Held bemerken in ihrem Brief, dass es sich bei ihrer Idee um ein zukunftorientiertes Projekt handelt, das nur schrittweise angegangen werden kann. Allerdings sei so ein Vorhaben auch ein Weg dahin, „dass sich die Stadt im nächsten Jahrhundert um die Ausrichtung einer Landesgartenschau bewerben kann.“

 

Mit der Einführung der neuen Währung wird der Vereinsbeitrag ab dem Jahr 2002 auf acht Euro festgelegt.

Bei der Jahreshauptversammlung am 4. März 2005 beklagt Vorsitzender Kaupa die rückläufigen Mitgliederzahlen verursacht durch zunehmende Überalterung. So gingen die Mitgliederzahlen von 411 (2001) auf 368 in diesem Jahr zurück. Rudi Kreß, seit 1981 stellvertretender Vorsitzender und Leiter vieler Kurse erhielt aus der Hand des Kreisvorsitzenden, Landrat Dr. Xaver Bittl, die goldene Ehrennadel des Landesverbandes.

Im Jahr 2006 erhielt Schriftführer Konrad Held die höchste Auszeichnung, die der Kreisverband für außergewöhnliche Verdienste vergeben kann: Das Glasbild des Kreisverbandes.

Rudi Kreß stellte bei der Jahresversammlung am 31. März desselben Jahres sein im Privatdruck erschienenes Buch „Meine Berufung – Gärtner“ vor. Er schildert darin seinen beruflichen Werdegang und gibt viele Tipps für Sortenwahl und Gartenpflege, Schädlingsbekämpfung, Ernte, Lagerung und Verwertung der Gartenprodukte.

 

Die Bilanz bei der Jahresversammlung am 29. Februar 2008 im Holbeinsaal des Alten Stadttheaters (Asthe) fällt erträglich aber nicht gerade erfreulich aus. In der Ausgabe Nr. 55 des Eichstätter Kurier vom 5. März ist von Vereinsmüdigkeit und geringer Bereitschaft, Ämter im Gartenbauverein zu übernehmen, die Rede. Um eine Krise zu vermeiden erklären sich mit einer Ausnahme sämtliche Vorstandsmitglieder wieder zu kandidieren und ihre Aufgaben für weitere vier Jahre zu erfüllen.

Bei der Feier des Stadtjubiläums „1100 Jahre Eichstätt“ von 13. bis 15. Juni 2008 war auch der Gartenbauverein mit einem Stand beteiligt: „Kräuterweiblein“ boten wie in früheren Zeiten Lavendelsäckchen, würzige und heilsame Pflanzen oder getrocknete Samen, Blüten und Blätter an und informierten über die entsprechenden Anwendungsmöglichkeiten.

Eine eindeutige Zustimmung zur Bewerbung Eichstätts für die regionale Gartenschau im Jahr 2015 bekundete der Vorsitzende des Vereins Horst Kaupa bei der Mitgliederversammlung am 20. März 2009 im Holbeinsaal des Asthe. Zudem wurde Willi Kaiser zum Schriftführer gewählt. Die Nachwahl war durch den Tod von Konrad Held, der dieses Amt seit der Gründung 1972 bekleidet hatte, notwendig geworden.

Zur Jahreshauptversammlung am 19. März 2010 wechselte der Gartenbauverein in den Gasthof Krone, da man nicht mehr die Miete für den Holbeinsaal bezahlen wollte.

Im Februar 2011 wendete sich der Vorsitzende Horst Kaupa mit einem „Brandbrief“ an alle Mitglieder des Vereins und an die Presse und drückt damit seine Sorge um die Zukunft des Gartenbauvereins Eichstätt aus. Er kündigt an: „Im kommenden Jahr ist endgültig Schluss nach 40 Jahren Tätigkeit für den Verein!“

Er appelliert an die Mitglieder, sich schon jetzt Gedanken über Kandidaten für einen neuen Vorsitzenden zu machen. Lange Zeit ist diese Frage ungelöst, auch bei der Mitgliederversammlung am 25. März im Saal des Gasthofs Krone findet sich kein Kandidat. Am 18. November vermeldet dann der Eichstätter Kurier: „Gartler atmen auf – Nachfolger für Vorsitzenden Horst Kaupa gefunden!“

Der Neue wird umgehend in die Planungen für das Vereinsjahr 2012 einbezogen und nimmt ab sofort an allen Sitzungen des Vorstandes teil.

Bei der Jahreshauptversammlung am Samstag, den 23. März 2012 wählen die Mitglieder des Vereins den ehemaligen Schulleiter von Buxheim, Josef Bauer, zu ihrem neuen Vorsitzenden. Josef Bauer, seit 1981 Mitglied im Verein, ist vielen Eichstättern bekannt durch seine langjährige Tätigkeit als Mitglied der Vorstandschaft und dann als Vorsitzender der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Eichstätt.

Als zweiter Vorsitzender wurde der Eichstätter Gärtnermeister Eduard Lix gewählt, Hans Müllers (Kassier) und Willi Kaiser (Schriftführer) blieben in ihren Ämtern. Auch der Beirat blieb wie vor vier Jahren, lediglich Rudi Kreß wechselte vom Amt des 2. Vorsitzenden in dieses Gremium.

 

Es gilt nun vermehrt für alle, Gartenfreunde zum Beitritt zu ermuntern. Dies wird auch eine wichtige Aufgabe in den nächsten Jahren sein! Dazu müssen auch die neuen Medien und deren Möglichkeiten genutzt werden.

Früher dienten unsere Gärten neben dem Blumenschmuck vornehmlich auch zur Ergänzung unserer Obst- und Gemüsevorräte.

Heute finden wir eher „Ziergärten“ mit viel Rasen und Blumen – gerade im städtischen Bereich – vor, jedoch liebevoll angelegt und gepflegt.

Eines ist aber vielen von uns bis heute geblieben: Die Freude an der Natur, am Wachsen und Gedeihen sowie das Engagement und der Zusammenhalt Gleichgesinnter.

 

Trotz der vielen Aktivitäten hat der Gartenbauverein sparsam gewirtschaftet und konnte so den Jahresbeitrag immer noch bei bescheidenen 8 € halten.

Maßgeblichen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte des Vereins für Gartenbau und Landschaftspflege haben die bisherigen Vorstände, die ehemaligen Mitglieder im Vorstand (Stellvertreter, Schriftführer und Kassier), die Mitglieder des Beirates und des Arbeitskreises sowie natürlich auch alle aktiven Gartenfreunde und Mitglieder.

Förderlich für die gute Entwicklung des Vereins war sicherlich auch die Beständigkeit in der Führung: Es gab selten Wechsel, alle blieben für lange Zeit treu in ihren Ämtern.

2. Blumenschmuckwettbewerbe/ Blumenbälle:

Wie schon eingangs erwähnt, kam die Gründungsidee zum Gartenbauverein aus einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Ziel: Blumenschmuckwettbewerbe durchzuführen.

Diese Arbeitsgemeinschaft führte schon seit 1966 unter der Regie von Gärtnermeister Gottfried Schwab diese Wettbewerbe durch.

Mit seiner Gründung im Jahr 1972 übernahm der Gartenbauverein den Wettbewerb. Und so zeichnete der Verein in Eichstätt erstmals verantwortlich für die Durchführung des Blumenschmuckwettbewerbs 1972, an dem sich 82 Teilnehmer beteiligten und die mit wertvollen Preisen bedacht werden konnten. Dies war deshalb möglich, weil die Eichstätter Geschäftsleute, Firmen und Vereine den noch jungen Verein großzügig unterstützten. Die Prämierung aller Teilnehmer erfolgte auf dem Blumenball im schön dekorierten Saal des Stadtkellers am Samstag, den 23. September 1972.

„Dieser Blumenball“ , so Vorsitzender Borrmann, „mit seiner schönen Dekoration, hervorgezaubert in Gemeinschaftsarbeit der Eichstätter Gärtner, ist jetzt schon ein gesellschaftliches Ereignis und nicht mehr wegzudenken vom Eichstätter Veranstaltungskalender“ (s. Jahresbericht 1973 vom 15.01.1974)

Für jedes Jahr wurde der Blumenschmuckwettbewerb erneut ausgeschrieben für die Stadt Eichstätt und ihre Ortsteile Marienstein, Rebdorf und Wasserzell. Später kamen dann Blumenberg und Wintershof dazu.

Bewertet wurden: Häuser mit und ohne Vorgärten, Gärten an öffentlichen Plätzen und

- Häuser mit Balkonschmuck

Punkte wurden nach den Richtlinien des Kreisverbandes vergeben. Die Bewertung fand meist im August jeden Jahres statt. Die Teilnehmer des Wettbewerbes werden nach dem Bewertungsschlüssel mit einem Preis bedacht, der beim Blumenball überreicht wird.

Anmeldefrist für die Teilnehmer war der 1. August. Die ausgefüllten Vordrucke waren abzugeben bei:

- Verkehrsamt Eichstätt (Rathaus)

- Gärtnerei u. Blumengeschäft Neumeyer und Gärtnerei Schwab in Rebdorf

Dieser Wettbewerb wurde im Laufe der Jahre derart gut angenommen, so dass das Gebiet der Stadt und das der Ortsteile in 8 Bezirke aufgeteilt werden musste. In diesen Bezirken beurteilte eine dafür jeweils zuständige Kommissionen, bestehend aus zwei Personen aus der Vorstandschaft und aus dem Beirat, den schönsten Blumen-schmuck. Dieser Vorentscheid war dann die Grundlage für die endgültige Bewertung.

Ab 1981 sollte, falls möglich, zu allen Begehungen in den einzelnen Bezirken der Ehrenvorsitzende Johannes Borrmann als Fachmann hinzugezogen werden.

Bewertungskriterien waren: Harmonie der Pflanzen in Farbe zu Haus und Umgebung, Blütenreichtum, Gesundheit und Pflege.

Die Kommissionen sind gehalten, besonders auch den „kleinen, idyllischen Blumen-schmuck“ zu beachten und zu beurteilen.

Am Samstag 30. September 1978 fand der Blumenball mit Preisverteilung – ganz im Zeichen des Erntedankfestes - erstmals im festlich geschmückten Saal des Kolpinghauses statt, da der Stadtkeller nicht mehr zur Verfügung stand. Er wurde bekanntlich abgerissen und auf dem Gelände entstanden Wohnungen.

„Schtodtgatna“ Konrad Held gab als Höhepunkt des Balls einen humorvollen Einblick in das Gärtnerleben und in einige kommunalpolitische Probleme der Stadt.

Beim Blumenball 1984 wurde erstmals eine „Rosenkönigin“ gewählt. Die Wahl fiel auf Monika Neumeyer. Seit 1972 bis 1984 wurde unter der Regie des Gartenbauvereins 13 Mal der Blumenschmuckwettbewerb mit Blumenball durchgeführt. Vorsitzender Kaupa beklagte, dass sich immer weniger Bürger an diesem Wettbewerb beteiligen: 1984 waren es lediglich 34 Teilnehmer. Er führte dies teils auf das schlechte Wetter zurück aber auch auf eine gewisse „Sättigung“. Durch den ständig rückläufigen Besuch seien die Kosten nicht mehr gedeckt. Dies sei vorläufig der letzte Blumenball. Auch der Blumenschmuckwettbewerb in der bisherigen Form wird so nicht mehr durchgeführt.

In der Ausgabe vom Montag 07.10.1985 berichtet jedoch der Eichstätter Kurier (EK): „Blumenball der Gartler nach wie vor in der Blüte“. Blumenschmuck in Biergärten und Freisitzen war das Motto des Blumenschmuckwettbewerbs 1985. Vorsitzender Kaupa überreichte Urkunden an die Sieger, Oberbürgermeister Ludwig Kärtner dankte dem Verein, dass er ein weiteres Mal den beliebten Blumenball veranstaltete.

 

Ab dem Jahr 1986 fand kein Blumenschmuckwettbewerb mehr statt. Im Programm standen nun ein Blumenball mit Verlosung, Tanz und der obligatorische Auftritt des Schtodtgatna. Von 1988 bis 1990 fand der Blumenball im Alten Stadttheater (Asthe) statt, bei prachtvoller Dekoration und mit vielen Überraschungen und einer heiteren „Erntedankbilanz“.

Am Samstag, 5. Oktober 1991 fand im renovierten Kolpingsaal der definitiv letzte Blumenball des Gartenbauvereins Eichstätt statt. Die Kapelle „TOP SIX“ spielte zum Tanz auf, Konrad Held als Schtodtgatna begrüßte in seiner Rede das „letzte Aufgebot der tanzlustigen Eichstätter“, das zum 20. Blumenball ins Kolpinghaus gekommen war. Viele Gartler hatten an drei Tagen 5000 Blüten und Gräser zu Blumengestecken verarbeitet, welche die Besucher mitnehmen durften. Eine reichhaltige Tombola, bei der 200 Blumenstöcke verlost wurden, bildete den Schlusspunkt eines früher so sehr geschätzten gesellschaftlichen Glanzpunktes im Gartenbauverein.

Die ebenfalls sehr beliebten Faschingsbälle waren schon viel früher (ab 1985) vom Veranstaltungskalender gestrichen worden wegen des nachlassenden Besuches und des damit verbundenen finanziellen Risikos für den Verein.

3. Radifeste/ Teilnahme am Altstadtfest

Eichstätter Kurier Nr. 137 vom Sa./So. 17./ 18. Juni 1995: „Gaudi rund um den Radi bereits seit 23 Jahren“: Weil im Sommer der Radi am besten schmeckt, veranstaltet der Gartenbauverein Eichstätt schon seit 1972 sein traditionelles Radifest. So auch am Donnerstag (Fronleichnam), den 15. Juni im Biergarten des Ratskellers. Viele Besucher ließen sich von den Gartlern mit „Gartlerbrot“, Butterbrezen, Schnittlauchbroten und natürlich Radi verwöhnen. Für den Ohrenschmaus sorgten die Hobby-Musiker Rudi Kreß und Paul Merkel. Die Niederungen und Freuden dieses Gartenjahres nahm Schtodtgatna Konrad Held in seinem von nur wenigen „Sausockschleifern“ nachahmbaren Eichstätter Dialekt aufs Korn. Trotz des durchwachsenen Wetters klang das Radifest lustig aus, weil unter den Gärtnern keine Aufbruchshektik ausbrach, was Konrad Held so auf den Punkt brachte: „Gießn meima heint nemma, und d’ Schneckn laffa uns a net davu.“

Was im Juni 1973 im Biergarten des Stadtkellers begann, setzte sich – zwar in den verschiedensten Ausprägungen und Lokalitäten – bis heute fort. Gleich zu Beginn war es ein Kinder- und Radifest für die ganze Familie, also mit Kinderprogramm. Da die Kinder zu dieser Jahreszeit wohl lieber ins Freibad gingen, wurde es bald eher zum Radifest für die Erwachsenen. So kamen zum Radifest im Juli 1977 an die vierhundert Besucher in den Stadtkellergarten.

Ab 1979 feierte der Verein sein Radifest erstmals in Verbindung mit dem Eichstätter Altstadtfest auf dem Domplatz. Der Radistand, Blumentombola und die angebotene Kinderbelustigung fanden regen Zuspruch.

Am 6. Juli 1991 veranstaltete der Verein zusätzlich zur Beteiligung am Altstadtfest wieder einen Familiennachmittag im Wirtsgarten des Ratskellers. Dies kam so gut an, dass man ab 1992 (am 11. Juli) wieder ein eigenes Radifest abhielt und zwar im Biergarten des Ratskellers. Ab jetzt fand das traditionelle Radifest jedes Jahr am Fronleichnamstag (ab 14:00 Uhr) statt. Neben Gartlerbrotzeiten und Radi gab es Unterhaltungsmusik, Kinderbelustigung und den Auftritt des Schtodtgatna.

Ab dem Jahr 1999 findet das Radifest nun im Biergarten des Gasthofs Krone statt. Ab 15:00 Uhr dürfen die Gartler den Biergarten benutzen, bei schlechtem Wetter kann man nun in den geräumigen Krone-Saal ausweichen, das Programm bleibt unverändert. Ab dem Jahr 2000 fällt die Kinderbelustigung beim Radifest weg, da kaum noch Kinder am Fest teilnehmen. Der Versuch, im Jahr 2007 das Radifest zeitgleich mit dem Altstadtfest am 30. Juni zu feiern, scheiterte letztlich am geringen Besuch. Als Alternative zum lauten Rummel wollte der Gartenbauverein eine gemütliche Oase mit vitaminreichen Gartlerbroten im Biergarten des Gasthofs Krone anbieten. Ab dem Jahr 2008 ist das Radifest wieder am Fronleichnamstag an gleichem Ort mit dem bewährten Programm.

4. Pflanzungen/ Ausstellungen/ Patenschaften

Schon seit Gründertagen ist dem Verein daran gelegen, durch Pflanzungen von Bäumen, Sträuchern und Büschen zur Orts-Verschönerung Eichstätts beizutragen. Das zeigt sich zunächst auch durch ein großes Angebot von Kursen, praktischen Vorführungen und Anleitungen zur Pflanzung und Pflege derselben.

1973 leistete der Verein erstmals einen Beitrag durch die kostenlose Bepflanzung und Anbringung von 46 Blumenkästen an der Spitalbrücke in Eichstätt. Noch im gleichen Jahr erfolgte die Pflanzung von 10 Bäumen in der Eichendorffstraße: 3 große Bäume stiftete der Verein und 7 Birken stiftete Schriftführer Konrad Held.

Unter dem Motto: „Saubere Landschaft“ waren Vereinsmitglieder im März 1975 am Neuen Weg in Eichstätt tätig, um das dortige Gehölz auszulichten und auszuschneiden. Die Bepflanzung des Hanges am Kapellbuck mit Sträuchern und Gehölzen erfolgte im April.

In der Mensa der Gesamthochschule gestaltet der Verein die Ausstellung „Pflanzen für Zimmer, Wintergarten und Balkon“

Im folgenden Jahr 1976 wurde die ergänzende Bepflanzung der drei Kinderspielplätze in der Eichendorffstraße, in der Clara-Staiger-Straße und in Marienstein vorgenommen. An diesen Pflanzungen beteiligten sich neben den Vereinsmitgliedern auch Mitglieder des Stadtrates. Bei diesen Aktionen wurden 60 Bäume und Sträucher gepflanzt und aus der Vereinskasse bezahlt. Im gleichen Jahr gestalteten Mitglieder der Vorstandschaft auf dem alten Westenfriedhof die Ausstellung „Grabmale“ der Steinmetze durch eine „Musterbepflanzung von Grabmalen“ mit

1977 pflanzten die Vereinsmitglieder am Domplatz eine große Linde mit Ballen. Transport und Pflanzung kosteten dem Verein ca. 1.000,- DM. Weiterhin wurden am Kinderspielplatz am Ritter-von-Hofer-Weg Blütensträucher, am Berghang des Kinderspielplatzes am Burgberg (als Abgrenzung zu den Feldern) zahlreiche Bäume und Sträucher gepflanzt, sowie im Ortsteil Wasserzell Blumenbeete mit 45 Rosenstöcken angelegt.

Am 27. April 1979 wurden im Kindergarten St. Walburg 6 große schattenspendende Bäume mit Ballen gepflanzt und vom Verein bezahlt.

Vom 13. bis 16. Oktober 1979 fand im Haus des Gastes eine Obstausstellung statt, die der Gartenbauverein Eichstätt gestaltete. 50 Apfel-, 10 Birnensorten, Zwetschgen, Nüsse, Beerenobst und heimisch geerntete Weintrauben konnten ausgestellt werden. Ferner wurde eine umfangreiche Übersicht über die Obstbauformen, über Krankheiten und Schädlinge an Obstgehölzen und deren Bekämpfung gezeigt. Mehr als 3000 Besucher kamen und der Bayerische Rundfunk berichtete sogar darüber.

1980 wurde der neugestaltete Dorfplatz in Wasserzell mit Birken, Kiefern und Ziersträuchern bepflanzt, 1981 soll die restliche Bepflanzung dort abgeschlossen werden.

In öffentlichen Anlagen wurde 1984 eine größere Menge Blumenzwiebel gesetzt und in den folgenden Jahren ergänzt.

In den Folgejahren wendete der Verein etwa 4000,- DM für Pflanzungen auf, wie Vorsitzender Kaupa bei der Jahreshauptversammlung am 18. März 1989 im (alten) Cafe Fuchs in seinem Rückblick erwähnte. Pflanzaktionen wie beispielsweise in Wintershof (6 Apfelbäume und ein Nussbaum), am Marktplatz in Eichstätt ( 3 Akazienbäume) und weitere 7 Nussbäume im Stadtgebiet. Überdies gestalteten Mitglieder des Vereins einen Wagen mit dem Motto „Hortus Eystettensis“ für den Volksfestzug 1987.

An der Walburgi-Stiege pflanzt der Verein 1991 aus Eigenmitteln eine Linde.

Im Jahr seines 25-jährigen Bestehens zeigte sich der Gartenbauverein Eichstätt besonders spendabel: Für öffentliche Grünanlagen, für Kindergärten und Sportanlagen führte der Verein 1997 Pflanzaktionen durch. Der Wert der 242 Pflanzen, Büsche und Bäume und der 3725 Blumenzwiebeln belief sich auf rund 5000,- DM. Eine weitere Pflanzung eines Baumes erfolgte im Jubiläumsjahr vor dem Stadtcafe (heute: Domcafe).

An der Spendenaktion für die Anlage des Bastionsgartens auf der Willibaldsburg (Hortus Eystettensis) beteiligte sich der Verein mit der Übernahme einer Patenschaft in Höhe von 1000,- DM. Vorsitzender Horst Kaupa und Kassier Helmut Richter übergaben den Scheck an Bernd Ringholz von der Schlösserverwaltung Ansbach.

Im Juni 2000 bepflanzten Mitglieder des Gartenbauvereins Eichstätt das Blumenrondell vor dem Krankenhaus.

 

Eine Akazie im Wert von 2000,00 DM pflanzte der Verein in Anwesenheit von Oberbürgermeister Neumeyer am 2. Mai 2001 vor dem Haus des Handwerks in Eichstätt. Weitere Pflanzungen waren bereit vor dem Cafe Paradeis und vor der Post (Linde) erfolgt.

Am 28. Februar 2002 pflanzte der Gartenbauverein einen Ginkobaum vor dem Kreiskrankenhaus Eichstätt, den Vereinsmitglied Inge Goblirsch gestiftet hatte.

Im Juni 2005 entstand hoch über der Stadt am Frauenberg eine wunderschöne Streuobstwiese. In Zusammenarbeit mit den Jagdgenossen, einer Baumschule, der Stadtgärtnerei und dem Gartenbauverein wurden 38 Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäume gepflanzt, den Schnitt der Bäume übernimmt der Gartenbauverein.

Im Februar 2009 erhielten die kleinen Obstbäumchen der Streuobstwiese am Frauenberg durch Mitglieder des Vereins den ersten Pflegeschnitt.

Beim Jubiläumsfestzug „200 Jahre Volksfest Eichstätt“ beteiligte sich der Gartenbauverein im September 2012 mit einem Blumenwagen.

5. In memoriam/ verdiente Mitglieder

Johannes Borrmann: verstorben am 30. April 1999

Er war der Fachmann in Gartenfragen, kannte buchstäblich jeden Baum der Stadt und stand Gartenfreunden mit Rat und Tat jahrzehntelang zur Seite. Johannes Borrmann war Gründungsvorsitzender des Gartenbauvereins Eichstätt: Er half, den Verein 1972 ins Leben zu rufen und führte ihn bis 1981. In dieser Zeit war er Mitinitiator und Organisator von Blumenschmuckwettbewerben und Pflanzaktionen, mit denen die Stadt Eichstätt grüner und freundlicher gestaltet wurde.

Johannes Borrmann, am 12. Februar 1912 in Niederschlesien geboren, kam nach dem Krieg und der Flucht in den Westen nach Eichstätt. 1956 wurde der gelernte Gärtnermeister Leiter der Seminargärtnerei. Auch nach seinem Ruhestand 1975 stellte der mit der Natur verwurzelte Pflanzenzüchter aus Leidenschaft sein Wissen weiter in den Dienst der Allgemeinheit. Nicht nur die Mitglieder des Gartenbauvereins schätzten ihn als fachmännischen Ratgeber: Auch der Eichstätter Kurier konnte sich stets an Johannes Borrmann wenden, wenn es um Fragen rund um Garten und Pflanzen ging. Er stellte sich in einer Fülle von Vorträgen und praktischen Vorführungen in Sachen Gartenpflege stets zur Verfügung. So lebt sein Vermächtnis in so manchem perfekt zugeschnittenen Obstbaum weiter.

Johannes Borrmann war ein Glücksfall für den Gartenbauverein. Er erhielt für seine großen Verdienste zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen durch den Landes-, Berirks- und Kreisverband der Gartenbauvereine.

 

Konrad Joseph Vitalis Held: verstorben am 24. November2008

Journalist, „Schtodtgatna“ und Stadtheimatpfleger: Sein Leben war der Glaube, seine Familie, seine Heimatstadt, sein Garten, sein Humor und das Schreiben.

Die Vergangenheit und Gegenwart beschrieb und gestaltete er unermüdlich und mit großer Liebe. Konrad Held war 1972 Mitbegründer des Vereins und bis zu seinem Tod als Schriftführer und Pressereferent im Vorstand tätig. In all den Jahren seines ehrenamtlichen Wirkens verwendete er viel Zeit, um die Geschichte unserer Stadt zu erforschen, die Ergebnisse zu publizieren und aus diesem Wissen und aus seiner Gesamtpersönlichkeit heraus auf vielfältige Art und Weise der Stadt Eichstätt zu dienen. Er war nicht nur ein kluger, fachmännischer Ratgeber, sondern ist vielen noch als „Schtodtgatna“ wie auch als ein humoriger Plauderer bei vielen Vereinsveranstaltungen in steter Erinnerung. Dank seiner Presseberichte wurden die Aktivitäten des Vereins einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Konrad Helds menschliche Art machte ihn allseits beliebt und er hat sich durch seinen vielfältigen Einsatz ein hohes Ansehen erworben. Er gilt in der Geschichte des Vereins als prägende und wegweisende Persönlichkeit. Vielfältige Ehrungen und hohe Auszeichnungen wurden ihm zuteil. Und so wird er uns in steter Erinnerung bleiben: Mit seinem klaren Blick für das Wesentliche und einer gehörigen Portion Humor.

 

Helmut Richter: verstorben am 24. Juni 2010

 Helmut Richter, geboren am 19. Januar 1943, trat dem Gartenbauverein - bereits ein Jahr nach der Gründung - im Jahre 1973 bei. Bei der Mitgliederversammlung am 13. März 1981 wurde der versierte Bänker zum Kassier gewählt und trat damit die Nachfolge von Horst Kaupa an. Seine offene freundschaftliche Art und sein ständiges Engagement für die Mitmenschen sind uns Vermächtnis und Verpflichtung zugleich.

19 Jahre lang verwaltete er äußerst gewissenhaft und solide die Finanzen des Vereins. Bei der Jahreshauptversammlung am 31. März 2000 verzichtete er aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur und schied damit auf eigenen Wunsch aus der Vorstandschaft aus. Für seine Verdienste erhielt er neben der silbernen auch die goldene Ehrennadel des Landesverbandes. 10 Jahre später verstarb Helmut Richter nach längerer Krankheit, jedoch für uns alle sehr überraschend. Wir gedenken seiner stets in Dankbarkeit.

6. Mitgliederentwicklung

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